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Schatzkammer im Bodensee

Klosterinsel Reichenau

Nicht nur Süddeutschland blickt in diesem Jahr zum Bodensee. Denn die Klosterinsel Reichenau feiert 1.300 Jahre Kultur- und Zeitgeschichte. Das UNESCO-Welterbe ist eine wahre Schatzkammer: Besucherinnen und Besucher können die historischen und kulturellen Leistungen der Reichenauer Mönche nacherleben.

Im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz wird die lange und wechselvolle Geschichte unter anderem mit vielen Leihgaben, wie etwa aus dem Louvre, einer Chorschrankenplatte aus Venedig oder dem Egbert-Schrein aus dem Trierer Domschatz präsentiert. Aber auch an Originalschauplätzen auf der Insel, wie in der neu eingerichteten Münsterschatzkammer oder in den Klostergärten werden Interessierte Teil der Geschichte.

Blick in die Geschichte
724 gründete der Wanderbischof Pirmin auf der größten Insel im Bodensee das Kloster Reichenau. Die ersten Jahrhunderte des Konvents erzählen schon eine beeindruckende Erfolgsgeschichte: Das Benediktinerkloster war eng in die Herrschaft der karolingischen und ottonischen Könige und Kaiser eingebunden, stand dazu im kulturellen Austausch weit über das mittelalterliche Europa hinaus. Die reichsweite Bedeutung der Abtei Reichenau ist nur vergleichbar mit den wichtigsten Klöstern Saint-Denis oder Fulda. Einblicke in die Anfänge gibt’s auch durch Prachthandschriften und ottonische Buchmalerei, die in Konstanz gezeigt werden. Diese Meisterwerke sind von großer künstlerischer Fantasie sowie hoher Qualität und Präzision. Für Besucher ist es eine einmalige Gelegenheit, denn diese Handschriften aus dem UNESCO-Weltdokumentenerbe stehen im unmittelbaren Bezug zu Originalschauplätzen auf der Insel.


Mehr als Geschichte
Schon die Anfahrt ist etwas Besonderes, denn der Reichenauer Inseldamm wurde vor über 180 Jahren angelegt, ist Endpunkt der „Deutschen Alleenstraße“, die auf rund 2.900 Kilometern von Rügen bis zum Bodensee führt. Auch neben dem Kloster und den mittelalterlichen Kirchen gibt es auf der Reichenau einiges zu erleben, ob beim Wandern, beim Wassersport oder in den Gärtnereien, auf Feldern und Rebhängen, denn auf der vom Klima begünstigten Insel gedeihen Gemüse, Kräuter und Wein. Kein Wunder steht der Genuss hier auch im Fokus. Inselfrisch ernten Gärtner hier, Winzer lesen pralle Trauben von den Rebstöcken – und auch der Untersee schmeckt durch Hechte, Felchen und Zander nach Genuss. Bis April sind „Veggie-Wochen“, Mai und Juni „Kräuterwochen“, September und Oktober „Fischwochen“ und Oktober und November „Wildwochen“.

Wer ein paar Tage rund um den See bleibt, sollte an die Gästekarte „Bodenseecard West“ denken, die Nachlässe und freien ÖPNV bringt. Infos rund um Hotels, Gastronomie, Angebote, Geschichte und Sehenswertes rund um die Reichenau gibt’s unter