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Sa19052012

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Licht ins Dunkel auf Lanzarote

Unser Leser Karl P. war zum ersten Mal auf Lanzarote und brachte uns seine Impressionen mit.

50plus Urlaub war gefragt
Meine Frau und ich fanden nach Madeira, Sirmione auch auf Lanzarote in der (Vor-) Nachurlaubshoch-Zeit mit Playa Blanca einen Ort, der eher abseits von den Touristenhochburgen alle Möglichkeiten eines Durchschnittsurlaubes für "50+" bot. Als Reisezeit wurde eine Woche Ende September 2008 gewählt. Insgesamt wurden drei Tage zum Relaxen am Strand gewählt. Dem gegenüber standen drei Ganztagesausflüge mit einem zwar schon älteren aber problemlosen Leihauto der Marke Seat am Programm. Kosten 66,- Euro bei 50,- Euro Selbstbehalt, gebucht wurde vor Ort.

Britische Gemütlichkeit
Nach überlegter Suche und anschließend erfolgter Reisebürobuchung in Wien wurde nach der Ankunft das preiswerte "Lanzarote Prinzess" Playa Blanca 23005 bezogen. Das Haus verfügt über geräumige Zimmer mit Klimaanlage, Meerblick, ohne störende Disko und einer der schönsten Poolanlagen, wie am herrlichen Spaziergang entlang der Küste zu sehen war. Es ist zwar eine englische Hochburg mit in dieser Woche verträglicher Kost. Es war immer genug am Büfett, für jeden etwas und angeblich das beste Essen rundum zum Preis von € 770,- pro Person, HP inkl. Flug Wien-Lanzarote.

Natürliche Lichteffekte im Preis enthalten
Beim Anflug sollte man sich nicht von der "Mondlandschaft" täuschen lassen. Sie erscheint sehr bizarr und erst die für den Fotografen umwerfenden Lichtstimmungen gegen den Tagesrand hin lassen auch die typisch touristischen, perfekt dargestellten Ausflugsorte ins rechte Licht rücken. Die Ausflugsziele führten uns immer über YAIZA der LZ30 entlang (herrliche "Autostrasse") durch Teguise nach Mirador del Rio, dem nördlichsten Aussichtsfelsen zur Nachbarinsel Calea del Sebo. Der Eintrittspreis für den Blick von 4,50 € ist zu hoch, so wie der Preis in das Museum für Weinliebhaber El Grifo (3,- für nichts besonderes). Kein Erlebnis, nur ein paar Fotos.

Interessant ist der Ausflug über Tinajo nach Playa de Famera und zurück über Teguise. Am Ziel befinden sich ein karibischer Strand mit Wellenreiter und ein Restaurant mit herrlichem Fischmenü in La Caleta de Famera an der Hauptstrasse. Bei Teguise sollte man die Auffahrt auf die Festung Santa Bárbara wegen der herrlichen Rundumsicht wahrnehmen. Die Patio de Vino im Innenhof des Palacio del Marqués bekommt man eine große Portion Tapas mit 2/3 herrlich trockenem Wein um moderate 25,50 €.

Die Lavahöhlen der "Cueva de los Verdes" sind ihren Eintrittspreis und Besuch ebenso wert wie die Fundacion de César Manrique, der einem ja überall auf der Insel begegnet und der bestens organisiert und bestens vermarktet wird. Auf der sauberen Insel besticht für Weinfreunde das Weinbaugebiet La Geria, in dem wir die deutsche "Winzerin" Barbara Hendricks nach längerer Suche hinter Uga doch fanden. Ein Bericht in einer heimischen Tageszeitung animierte uns dazu. Wie die La Geria-Durchfahrt bietet auch die Anreise zum Nationalpark Timanfaya vom Süden her den größten Eindruck der Lavabewegungen. Timanfaya sollte man um die lächerlichen 8,-€ keinesfalls versäumen. Hautnah und gewaltig die Eindrücke der Erdgewalten mit den Wasserdampfexplosionen vor Ort, über Land und die Busrundfahrt mit Kommentare und Musik. Da sieht man auch auf die kleine Wegschleife herab, welche die Dromedare ziehen. Von einem Parkplatz davor eher eine Attraktion für Kinder.
Die Costa Teguise im Westen, Puerto del Carmen sind wir nur durchgefahren. Sie erschien uns einfach zu touristisch, zu überlaufen und zu "eng". Deshalb haben wir Arrecife weggelassen. Beschaulicher und optisch interessanter unsere Ausflüge zu den Papageienstränden oder nach El Golfo am Abend. Wobei die Salinenvermarktung eher einen Hohn darstellt. Entschädigt wurden wir durch raue Küsteneinblicke während der Fahrt. Da auf meinem HP-Smartphone auch ein Auto-Navi installiert war, fanden wir damit rasch unsere Ziele. Eine gute Beschilderung hätte uns auch ohne Navi an unser Ziel geführt, denn Werbetafeln stören ja auf der Insel nicht. Wohlwollend nahmen wir Cesare Manriques Bemühungen zur Kenntnis.

Jeder Urlaub hat ein Ende
Urlaubsausklang wieder am Strand Playa Dorado, der durch einen Gartenausgang von unserem Hotel über die Strasse in 3 Minuten erreichbar. Da konnte der Abend am Rande der kostenpflichtigen Schirmenreihe gemütlich im feinen Sand mit sauberstem Wasser seinen Ausklang finden. Ein paar nette Lokale aller Stilrichtungen bieten auch nach dem Abendessen Abwechslung außerhalb des Hotels. Die Flasche Wein aus einem der kleinen Supermärkte des Ortes in der Nähe (SPAR- wie zu Hause) mit Snacks am Hotelbalkon ebenso. Ach ja, auch in Lanzarote hat's einmal getröpfelt, aber das ist eine andere Geschichte...

TV-Tipp: In der Sendereihe "Wunderschön" des WDR wird am 29.3.2009 über Lanzerote berichtet.