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Sa19052012

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Hotel „The Exchange“ in Amsterdam eröffnet

Ein unkonventionelles Konzept haben die beiden Designer Otto Nan und Suzanne Oxenaar in ihr neuestes Hotelprojekt implementiert: Sie verbinden Mode und Architektur. Hier sind die Räume angezogen wie Models.
Mit Anfang Dezember 2012 Amsterdam ein außergewöhnliches Hotel: „Das Exchange“. In Zusammenarbeit mit dem Amsterdam Fashion Institute (AMFI) wurden Mode und Architektur in einem Komplex, der eigentlich aus drei einzelnen historischen Gebäuden besteht, vereint. Obwohl es keineswegs als „Fashion Hotel“ bezeichnet werden will, passt sich das „Exchange“ sehr gut in das Ambiente auf dem Damrak, dem langen Fußgängerbereich, der sich vom Hauptbahnhof bis zum Damplatz erstreckt.
Geschichte die inspirierte. Hinter dem unscheinbaren Eingang zwischen einem Shawarma-Imbiss und einer Pommes-Bude erwartet dem Gast eine kreative Innenarchitektur, die gemeinsam mit Studenten der AMFI gestaltet wurde. So wurde der Fußboden zum Catwalk und Lampen und Tische zu Schmuck. Bevor das „Einkleiden der Models“ beginnen konnte, wurden außerdem verschiedene Stoffmuster vom Studio INA MATT und dem Niederländischen Textilmuseum entworfen. Für die Gestaltung der Stoffe wurden ungewöhnliche Objekte zur Inspiration, zum Beispiel alte Matratzen und Kartons oder Gebäudefassaden. Die fertigen Zimmer sollen unter anderem an die Formen von Rembrandts Kragen oder Marie Antoinettes Röcken erinnern und zollen diesen Ikonen des 17. Jahrhunderts so Tribut. Jeansjacken, Wandblumen und Frida Kahlos Garderobe dienten als Inspiration für weitere Zimmer. Manche Bereiche im Hotel sind zudem mit luxuriösen Accessoires verschönert, zum Beispiel mit einer 20 Meter langen, beleuchteten Kette. Das Architektenbüro Ons Werk bewirkte mit clever platzierten, transparenten Wänden und Fußböden die offene Verspieltheit, die das Hotel prägen.
Kreativ shoppen. Denselben Abwechslungsreichtum findet man im „Options!“, dem 230 Quadratmeter großen Geschäft, das an das Hotel grenzt. Besucher finden hier einen besonderen Produktmix, von Designs aus anderen Ländern bis zu Kollaborationen mit ortsansässigen Produzenten: Es gibt holländische Keramik, Kleidung aus peruanischer Alpaka-Wolle oder  handgedruckte Notizbücher aus Berlin.
Slow Food und Originalität. Auch Gaumenfreuden hat das neue Hotel zu bieten: Das Restaurant „Stock“ kombiniert schnellen Lifestyle mit Slow Food. Für die Nachtschwärmer der Stadt wird den ganzen Tag über Frühstück angeboten sowie eine Auswahl an Suppen und Sandwiches. Das Restaurant hat sich außerdem zum Ziel gesetzt, viel Gesundes und nur vor Ort angebautes Obst und Gemüse zu verwenden.
Und noch eine Besonderheit gibt es: An einer Wand des Restaurants haben sich alle Beteiligten des Projekts „Hotel The Exchange, Stock und Options!“ mit ihrer persönlichen Verzierung verewigt.