Nostalgie trifft Zeitgeist an der Adriaküste
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- Kategorie: Kroatien
Im legendären und mondänen Küstenort Opatija gibt es seit gut 150 Jahren Tourismus. Besonders der österreichisch-ungarische aber auch der europäische Hochadel, allen voran das Kaiserhaus kam immer wieder nach „Abbazia“, wie es damals hieß, um sich in diesem Luftkurort zu erholen. Noch heute prägt ein historischer Hotel-Hotspot die damalige, glorreiche Vergangenheit: Das unter österreichischer Führung stehende Viersterne Adria Relax Resort Miramar.
Spaziert man der „Lungomare“, der 14 km langen Uferpromenade vom Stadtzentrum Richtung Rijeka entlang, erblickt man nach wenigen Gehminuten bereits das Wahrzeichen des Hotel Miramar: Die Villa Neptun. Sie entstand als eines der ersten Häuser im Jahre 1876 und wurde schon damals als Hotel geführt. In den letzten Jahren schuf das Management unter der Leitung von Directrice Martina Riedl gemeinsam mit der Eigentümerfamilie Holleis auf dem Arreal ein Wohlfühlrefugium, das selbst in Opatija seines Gleichen sucht und an die ehemaligen Traditionen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahtlos anschließt.
Nostalgie trifft Zeitgeist
Nachdem der Hausmeister das Auto in der hoteleigenen Garage geparkt hat, betritt man das Hotel durch den Haupteingang und wird in der Lobby sofort in den Bann vergangener Tage gezogen. Nahezu echt wirkende Puppen in Gewändern der Jahrhundertwende, Stilmöbel aus dieser Zeit und jede Menge Illustrationen und Portraits zeugen vom Glanz monarchistischer Zeiten. Ob damals das Personal an der Rezeption ebenso freundlich war und perfekt deutsch sprach, lässt sich nicht mehr so einfach eruieren.
Insgesamt besteht der Hotelkomplex aus fünf Häusern. Den Gästen stehen 100 großzügige Zimmer und Suiten zur Verfügung. Allesamt sind sie mit Klimaanlage, Badewanne, Dusche, WC, Bidet, Fön, Bademantel, Telefon, Stereoanlage mit CD-Player, Sat-TV, Internetanschluss, Safe, Minibar und Parkettboden ausgestattet. Und um die herrliche Lage des Hotels zu genießen, haben nahezu alle Zimmer Blick auf das Meer. Der reicht von Rijeka über die Insel Krk bis zur Insel Cres, die greifbar nahe liegt. Neben dem Meeresblick ist der Blick in den Hotelgarten ein Eyecatcher. Hier schlendert man zwischen Rosen, Kamelien, Kräutern und modernen Skulpturen des österreichischen Wasserbildhauers Professor Hans Muhr zu den Themen Wasser, Opatija und Europa. Eine Wohltat für die Augen.
Wellness für Seele, Geist und Körper auch im Winter
Sowohl ober- als auch unterirdisch gelangt der Gast in alle Objekte. So auch in den Wellness- und Spa-Bereich mit einer beheizten In- und Outdoor-Poolanlage samt Liegewiese und Fels-Badestrand, allen Arten von Saunen, der Massage-, Therapie- und den umfangreichen Beautyeinrichtungen.
Eigentlich begann die Erfolgsgeschichte Opatijas als Winterkurort. Dieser Tradition entsprechend eröffnete das Miramar 2011 eine neu erbaute Wellnessvilla mit einem 30° C warmen Indoorpool, Whirlpoolliegen und einem herrlichen Blick über den Garten und das Meer. Damit verlängert das Haus seine Saison 2012/2013 erstmals bis 6. Jänner und eröffnet bereits wieder am 14. März.
Österreichisch-mediterrane Küche
Für die Kulinarik ist - wie kann es anders sein - ein Österreicher verantwortlich: Arthur Berger. Der Verfasser zweier Kochbücher (das aktuelle Buch „Arthur Bergers mediterrane Lieblingsgerichte“ erscheint demnächst), vereint gekonnt die mediterrane sowie die österreichische Küche mit altösterreichischenTraditionen und ergänzt dies mit leichten vegetarischen Gerichten. Ein besonderes Highlight ist das einmal wöchentlich stattfindende Vorspeisenbuffet mit allem was das Meer vor der Haustüre so bietet. Als Hotelgast geniest man Arthur Bergers Haubenküche in Form eines 4-gängigem Wahlmenü mit täglichem Salat- und Käsebuffet. Erwähnt sei auch noch die erlesene Weinkarte mit exellenten einheimischen und internationalen Weinen.
Aktive Freizeit ohne Stress
Im Miramar wird einem nicht fad. Dazu bietet das Hotel einerseits ein ideal zum Erholungswert abgesimmtes Bewegungsprogramm sowie ein kulturelles Angebot mit Operettenabenden, Lesungen oder in- und ausländischen Folkloredarbietungen. Andererseits ist es ein Muss die nähere Umgebung Opatijas und vor allem Istrien kennenlernen.
Ein, seit einigen Jahren, sehr beliebtes Highlight sind die regelmäßigen Tanzkurse. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene, ob junge oder ältere Teilnehmer, alle schätzen die angenehme Atmosphäre und vor allem die prominenten Tanzlehrer: Allen voran Andy und Kelly Kainz oder Roswitha Wieland (beide bekannt aus „Dancing Stars“) oder der Wiener Yoga- und Tanzlehrer Peter Kantor. Vom klassischen Standardtanz bis hin zu lateinamerikanischen Tänzen, Zumba und Bauchtanz lässt sich alles erlernen bzw. auffrischen. Bei stimmungsvoller Abendmusik lässt sich das Gelernte rasch perfektionieren.
Weiterer Höhepunkt sind die bewegten Wochen mit dem österreichischen Gesundheitstrainer Wolfgang Cyrol und seinem einzigartigen Fitness- und Therapiegerät Smovey, mit dem nicht nur die Muskulator gestärkt wird. Angeblich kann so auch den überschüssigen Kilos zu Leibe gerückt werden, um ohne Sorge die Küche Arthur Bergers vollends zu genießen. Wer kein Figurproblem hat oder an sich heranlässt besucht Bergers Kochkurse.
Außerhalb des Hotels warten Aktiviäten wie Wandern, Spazieren, Mountainbiken, sämtliche Wassersportarten, Tennis, Ausflüge über die gesamte istrische Halbinsel bis Triest. Oder man nimmt an der Suche der berühmten weißen Trüffel (ausschließlich im Spätherbst) teil.
Stilvoll anreisen
Kein Wunder bei dem Angebot, dem Ambiente und der Umgebung das bis zu 50 Prozent der Hotelgäste zu Wiederholungstätern werden und immer wieder das Refugium auch mehrmals jährlich aufsuchen. Dazu tragen auch die optimalen Verkehrsanbindungen bei. Mit Lufthansa kann man direkt nach Triest fliegen (60 km) und German Wings landet im 45 km entfernten Flughafen Rijeka / Krk. Den Rest erledigt der kostenpflichte Hotel-Shuttle. Mit dem Auto fährt man aus Deutschland kommend über die Tauernautobahn A10 nach Villach und weiter durch das Kanaltal nach Triest und Rijeka. Von dort sind es nur mehr wenige Kilometer nach Opatija. Aus Österreich nutzt man die Süd- (A2) bzw. Phyrnautobahn (A9) und dann weiter über die slowenische A1 (Spielfeld/Marburg - Koper) bis zur Ausfahrt Postojna und nach Rijeka.
Am stilvollsten aber reist es sich mit dem kaiserlichen Salonwagen der österreichischen-ungarischen Monarchie. Auf der Fahrt von Wien ins legendäre k.u.k. Seebad Opatija wird die luxeriöse Romantik von einst im historischen Kaiserzug „Majestic Imperator Train de Luxe“ vermittelt. Dazu bietet das Hotel Miramar interessante Packages für Eisenbahnliebhaber.
Ausflüge:
Mocenicka Draga, Lovran, Icici, Volosko, Ika, Goznjan (Stadt der Künstler), Parenzana (Radtour auf historischem Boden durch Istrien), Rijeka, Pula, Rovinj, Porec, Tropfsteinhöhlen Postojna (Slowenien), Triest (Italien), Inselhüpfen in der Kvarner Bucht
Kulinarik:
Wein, Olivenöl, Trüffel. Über ganz Istrien findet man exzellente Gostilnas (Gasthäuser) und Restaurants mit traditionellen und vorzüglichen einheimischen Gerichten sowie besonders guten Weinen.
Preise:
Doppelzimmer ab 85,- - 180,- Euro pro Person und Nacht, Suiten ab 155 - 265,-, Appartment (für 3 - 4 Personen) 115,- - 150,-.
Je nach Saison, ink Halbpension.
Mehr Infos unter www.hotel-miramar.info
Text: H. Zauner
Fotos: Petr Blaha, Sergio Lussino, ORF, H. Zauner




